Maria Lassnig

Werklegende
Ohne Titel, "ML 81"
Kupferstich, 35 x 45 cm
Sonderedition 1986
Auflage 12 / 50
Signiert, nummeriert
Courtesy white8 Galerie Dagmar Aichholzer

Über
Maria Lassnig, geboren 1919 im Kappel am Krappfeld, Kärnten (A), lebt und arbeitet in Wien und im Kärtner Hochwald (A).
Sie ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart. Maria Lassnig erforscht durch Malerei und Zeichnung den Schnittpunkt zwischen Körper und Geist. Ein durchgängiges Thema ihrer Bilder ist die nach ihr benannte "body awareness" - die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers. Ein sich wiederholendes Motiv ist der eigene Körper, erfüllt mit Wahrnehmungen und Empfindungen. Oft stellt sie sich in Beziehung mit einem Tier dar, um mittels dieser Symbolik Verhältnisse zur Natur auszudrücken oder das Geheime, schwer Vermittelbare der Empfindung hervorzubringen. Im Hintergrund ihrer expressiven Malerei steht eine permanente intellektuelle Reflexion und Selbstbefragung.
"Ich arbeite, oder bilde es mir ein, wie ein Wissenschaftler oder wenigstens Forscher, und heraus kommt Mythologie. Ein Mensch auf einem Bild ist meist noch keine Geschichte, zwei Menschen geben eine Geschichte. Ein Mensch und ein Tier zusammen geben eine Mythologie." (Maria Lassnig)

Bibliographie (Auswahl)
Wolfgang Drechsler, Maria Lassnig, Ritter Verlag, Klagenfurt 1985.
Maria Lassnig, Mit dem Kopf durch die Wand, Neue Bilder, Hrsg. Martin Kunz, Ausstellungskatalog Kunstmuseum Luzern, Neue Galerie Graz, Wiener Sezession, Ritter Verlag, Klagenfurt 1989.
Das Innere nach Aussen, Maria Lassnig, Ausstellungskatalog Stedelijk Museum Amsterdam, Galerie Ulysses Wien, Eindhoven 1994.
Maria Lassnig, Die Feder ist die Schwester des Pinsels, Tagebücher 1943 bis 1997, Hrsg. Hans Ulrich Obrist, DuMont Verlag, Köln 2000.

Web
http://www.white8.at

  Wahrnehmungstext von Garda Alexander